Ironman 70.3 Budapest

Einmal im Jahr verwandelt IRONMAN ganz Budapest in eine riesige Sportstadt, wo an drei Tagen mehrere Bewerbe über verschiedene Triathlondistanzen und Läufe für Groß und Klein angeboten werden. Am Samstag fand der Hauptbewerb über die Halbdistanz statt an dem auch Matthias Pilecky (HSV Melk) teilnahm.

Es sollten tolle, aber auch heiße Bedingungen werden. Bei strahlendem Sonnenschein und bereits 30 Grad um 9 Uhr früh fiel der Startschuss im Kopaszi Gat, einer Bucht der Donau in der es die 1,9 Kilometer Schwimmen zu absolvieren galt. Das Wasser war mit 20 Grad trotzdem relativ kühl. Wie bei allen IRONMAN Bewerben werden die Bewerber nach dem Rolling-Start Prinzip ins Wasser gelassen, einer nach dem anderen, sodass Kämpfe im Wasser vermieden werden sollten. Dies hat jedoch bis zur ersten Wende nur mittelmäßig geklappt sodass es zunächst zu mehreren Kollisionen kam. Matthias schwamm mit 35 Minuten eine für ihn recht passable Zeit.
Ab dem Ausstieg begann der Kampf gegen die Dehydration. Mit jeder Wettkampf-Minute wurde es heißer und sowohl die Radstrecke, als auch die Laufstrecke lagen fast zur Gänze in der Sonne. Die Radstrecke führte zweimal entlang beider Donauufer durch ganz Budapest, wobei es auch zur Buda-Burg hochging, über eine der ältesten Hängebrücken Europas und am 300 Meter langen wunderschönen Budapester Parlament vorbei. Auf der zweiten Runde frischte der Wind etwas auf, welcher teilweise für etwas Gegenwind sorgte. Mit 2 Stunden 21 Minuten stellte Matthias auch einen persönlichen Rekord über die 90 Kilometer auf.
Als letzte und vermutlich härteste Disziplin folgte der Halbmarathon. Das Quecksilber war im Schatten mittlerweile auf 37 Grad geklettert. Insgeamt waren 4 Runden à 5,25 Kilometer zu absolvieren. Zunächst musste Matthias noch gegen die Hitze kämpfen und einen Rhythmus finden, fand jedoch immer besser ins Rennen zurück und wurde auf den letzten beiden Runden sogar schneller. Mit 4 Stunden 33 Minuten und 11 Sekunden verpasste er knapp sein persönlich gesetztes Ziel.
Budapest ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, durch die Streckenführung war fast überall eine Wahnsinns Stimmung die jeden Athleten bis in das Ziel trieb, sodass Aufgeben zu keinem Zeitpunkt für niemanden eine Option war.

Ironman Budapest 2016_1

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